top of page
Suche
  • motolupo

Das war's dann mit 2022

So, 2022 neigt sich auch schon wieder dem Ende zu, es ist also Zeit für meinen kleinen Jahresrückblick.


Wie immer lasse ich mich rund um den Jahreswechsel von Schnee und Temperaturen im Keller nicht allzu sehr beeinflussen. Wenn die Sonne lacht und die Straßen frei von Schnee und Eis sind, gönne ich mir auch mal eine Tour. Natürlich dauern die dann nicht den ganzen Tag, nach ein paar Stunden werden aus meinen alten Knochen dann auch trotz entsprechender Kleidung kalte Knochen, so dass es mich wieder nach Hause zieht zu heißem Tee in der warmen Wohnung. "Aber das Salz!!!" höre ich da schon die entsetzten Schreie. Ja, es schadet meinen Mädels natürlich. Ich mache aber auf dem Heimweg jedesmal einen Abstecher in die nahe Waschanlage und spüle das aggressive Zeug so gut es geht ab. Also alles gut.




Irgendwann erfreut uns aber dann doch der Frühling mit seiner Blütenpracht. Kaiserstuhl und beispielsweise das Eggener Tal mit ihrem Meer aus Kirsch- und Apfelblüten sind dann lohnende, nah gelegene Ziele.




Für kurze Strecken und einfach so zum Spaß lege ich mir einen "125er"-Roller zu, elektrisch, also ohne nerviges Geknatter und blaue Auspuff-Rauchfahnen. Der Knirps läuft fast "wie ein Großer" knappe 100 km/h, lässt jeden Porsche Stehen (zumindest auf den ersten fünfzig Metern :-) ), aber... hat halt leider doch nicht das Fahrwerk und die Bremsen eines erwachsenen Motorrads. Das erfahre ich schmerzhaft, als ich - einen klitzekleinen Moment unaufmerksam - in voller Fahrt die Knautschzone eines vorausfahrenden Audi teste, der unvermittelt bremst. Mein rechtes Bein schmückt sich einige Wochen lang viel zu früh mit lustigen Herbstfarben. Na ja, aus Erfahrung wird man klug. Hoffe ich doch.




Jetzt kommt auch meine Neuerwerbung vom Herbst 2021 mehr zum Einsatz: Emma, meine KTM 890 Duke R. Ich liebe meine gutmütige, aber trotzdem flotte gute alte Rosa, schätze aber die Wendigkeit und Leichtigkeit Emmas genauso. Es sind halt zwei unterschiedliche Fahrzeugkonzepte, die beide jeweils ihren spezifischen Reiz für mich haben.


Nachdem im vergangenen Jahr bedingt durch das böse C Rennstreckentrainings zu kurz kamen, treibe ich mich dieses Jahr gleich dreimal auf dem nahen Anneau du Rhin herum, im April, Juni und im September. Dazu aber später mehr. Natürlich kommt hier ausschließlich nur noch Emma zum Einsatz.









Im Rahmen unserer lokalen Motorradgruppe www.kurvengeniesser.de vergnügen wir uns monatlich auf einer von jeweils einem anderen Mitglied organisierte Tour und einem Stammtisch. Wegen Corona fiel 2021 der größere Weihnachtsstammtisch aus, wir verschoben den einfach auf April und machten daraus ein größeres Event mit Grillen, Lagerfeuer, Musik, Plaudern und Übernachtung in der Florianhütte im Münstertal oder im Zelt oder Wagen.




Dieses Jahr gibt es wieder ein Jahrestreffen meiner facebook-Motorradgruppe. Dieses mal treffen wir uns ein paar Tage in der Eifel und machen Ausflüge nach Luxemburg und Belgien, Pommes frites-Bude als Pflichttermin natürlich inbegriffen.




Natürlich gibt es wieder jede Menge spontaner kurzfristiger Solotouren in die nähere Umgebung, oft noch nach Feierabend mit wunderschönen Sonnenuntergängen, aber auch mit meinen Freunden. Ich fahre gerne in der Gruppe, weil ein geteiltes Erleben oft auch intensiver ist. Genauso gerne bin ich aber auch alleine unterwegs. Da kann ich hemmungslos an jeder Ecke stehenbleiben zum Schauen, Fotografieren und in die Sonne Blinzeln, ohne andere aufzuhalten.




Der Juli führt mich auf meine vierwöchige Tour mit VW-Bus und Emma, diesmal nach Italien. Hier habe ich diese schöne Reise schon ausführlich beschrieben:

https://www.motolupo.de/post/volare-oh-oh-cantare-oh-oh-oh



Ich durchquere das Bel Paese von Nord nach Süd und von West nach Ost, lerne dabei viele schöne Städte und Plätze kennen und finde Anregungen für weitere Besuche. Florenz beispielsweise fasziniert mich mit seiner Fülle an Renaissancebauten und Kunst. Die sommerlichen Besuchermassen lassen aber keine Besichtigungen zu. Darum erkunde ich diese schöne Stadt im Oktober nochmal für ein verlängertes Wochenende, diesmal aber per Eisenbahn.




Auf die Italientour folgt im August der Urlaub mit der Familie in Tirol und Slowenien, die Motorräder bleiben da zu Hause. Nachdem ich Corona die ganze Zeit entkommen bin, erwischt mich in Slowenien dann doch noch Covid. Ich bin nicht schwer und lange krank, stecke aber fast die gesamte Familie an.


Im September fahre ich nochmal auf dem Anneau du Rhin im Kreis. In der Nacht zuvor hat es geregnet, die Strecke ist zunächst noch nass, so dass wir eher vorsichtig fahren. Am Nachmittag trocknet der Belag dann und wir können endlich richtig Gas geben. Na ja, offenbar agiert meine rechte Hand da doch ein wenig zu jugendlich und ich lande mit einem uneleganten Lowsider unsanft im Kiesbett. Mein Kiefergelenk wird dabei ausgerenkt, beruhigt sich aber in den folgenden Wochen wieder. Emma trägt zum Glück keine schwerwiegenden Schäden davon wie eine gestauchte Gabel , braucht aber einen neuen Lenker und Verkleidungsteile am Auspuff. Durch die in letzter Zeit offenbar üblichen Lieferengpässe kann ich sie erst Anfang Dezember aus der Werkstatt abholen.




Im November mache ich nochmal eine Städtetour, diesmal nach Paris, und wieder ohne Motorrad, dafür umso schneller im TGV mit mehr als 300 km/h.




Allmählich wird es wieder kalt und ungemütlich und die Fahrten auf zwei Rädern werden seltener. Aber so manches Jahr bin ich rund um Weihnachten schon unterwegs gewesen. Also schaumer mal, vielleicht klappt es ja nochmal in diesem wieder mal ereignisreichen und zu Ende gehenden 2022.


Ich wünsche Euch allen ein angenehmes, ruhiges, unruhiges, gesundes, erfolgreiches und überhaupt total cooles und super 2023.


143 Ansichten6 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
bottom of page